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Geheimtipp in Tiroler Bergwelt

Das Restaurant „Die Wärmflasche“ in Berwang

Berwang. Eingebettet in eine malerischer Kulisse, inmitten der Tiroler Berge, liegt die kleine Ortschaft Berwang. Vor allem Motorradfahrer verschlägt es des Öfteren in dieses abgeschiedene Idyll. Das Bergdorf befindet sich mitten in einem sonnenverwöhnten Plateau und bietet einen unvergesslichen Panoramablick auf die Zugspitze und die umliegenden Berge. Im Herzen von Berwang verwöhnt ab 10. Mai 2013 das Gastgeberpaar Zsuzsanna Berkes und Rene Randolfo Rasile, in der „Wärmflasche“, seine Gäste mit frisch zubereiteten Schmankerln und ausgesuchten Spezialitäten. Im Sommer wie im Winter findet hier jeder Gast seine wohlverdiente Ruhe und Erholung.

Das Haus ist etwa 300 Jahre alt und wurde im Dezember 1979 als Restaurant umgebaut. Die damalige Besitzerin nannte das Restaurant „Die Wärmflasche“, die dann auch von den letzten Pächtern Valérie Lafleur und Marc Walter so weiter genannt wurde. Das gemütliche Restaurant mit der feinen rustikalen Einrichtung, hat einen ganz besonderen Charme. Es wirkt irgendwie traditionell elegant – eben eine Mischung, welche die Gäste anspricht und zu der die Küche sprichwörtlich wie der Deckel auf den Topf passt.

Internationale Gastgeber

Am 10. Mai wird die Wärmflasche unter neuer Führung wiedereröffnet werden. Zsuzsanna Berkes und Rene Randolfo Rasile werden die neuen Inhaber sein und das Restaurant in seiner jetzigen Form weiterführen. „Wir kennen Valérie und Marc schon seit langer Zeit. Als wir erfuhren, dass wir das Restaurant von ihnen übernehmen könnten, haben wir sofort zugesagt“, erklärt Rene, der zukünftig die Gäste bekochen wird. „Ich habe schon seit einigen Jahren mit dem Gedanken ge-
spielt, mich selbstständig zu machen. Einige Angebote musste ich in dieser Zeit ablehnen, weil sie mir einfach nicht zusagten. Doch die Wärmflasche ist das, worauf ich so lange gewartet habe. Die Atmosphäre, die Größe, die Lage, einfach alles passt.“
Die beiden Freunde waren immer in Kontakt. Auch auf dem Schiff haben sie zusammengearbeitet, wo sie ebenfalls ihre Frauen kennenlernten. Rene lernte Zsuzsanna während seiner Zeit auf der MS Nautica kennen. Er arbeitete dort als Executive Sous Chef, Zsuzsanna als Bar-Managerin. Insgesamt war Rene mit kleineren Pausen 10 Jahre lang als Koch auf verschiedenen Schiffen tätig. Neben den großen Kreuzfahrtschiffen, arbeitete er auch auf größeren Yachten. Zsuzsanna war acht Jahre lang auf See. „Ich bin praktisch in der Hotelbranche aufgewachsen, denn meine Oma hat schon ein Restaurant geführt. Darum wählte ich eine Ausbildung in der Gastronomie“, erzählt die gebürtige Ungarin. „Da ich auch viel von der Welt sehen wollte, ging ich später auf ein Schiff und machte dort Karriere.“ Zuletzt war das Paar im etablierten „Staudacher Hof“ in Garmisch tätig.

Besondere Küche in abgeschiedener Idylle

„Wir kochen weiterhin frisch und traditionell, wie es die Gäste bisher auch gewöhnt waren. Dazu kommen aber auch Eindrücke aus den Küchen dieser Welt“, erklärt Gastwirt Rene sein Konzept. „Das wird meine persönliche Note. Wir sind so viel herumgekommen, diese Eindrücke möchte ich nun auch in meiner Küche an die Gäste weitergeben. So wird es zum Beispiel original indisches Curry geben, so zubereitet wie in Indien. Den Unterschied zwischen hiesiger und originaler Küche des jeweiligen Landes möchten wir so unseren Gästen nahebringen. Des Weiteren legen wir besonderen Wert auf die Verwendung regionaler Produkte. Denn auch die Einheimischen sind uns sehr wichtig, wir wollen nicht nur die Touristen ansprechen.“ Bis zu 30 Gäste finden im Sommer ausreichend Platz auf der einladenden Sonnenterrasse. Weitere 40 Sitzplätze sind im Restaurant zu finden. Je nach Jahreszeit werden passende Speisekarten zusammengestellt. So bieten die Wirtsleute ihren Gästen im Sommer eher leichte Küche, dafür gibt es im Herbst eher Wild und frische Pilzgerichte. Auf Wunsch stellen die Wirtsleute ihr Lokal auch gern für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage zur Verfügung, die auf 35 bis 40 Personen ausgelegt sind.

Text: Sven Köhler · Bild: Sabina Riegger

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