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Die phantastischen Frauen

Unsere Mütter

Während der Vatertag ein echter Feiertag ist, dürfen sich Mütter an ihrem Ehrentag höchstens aussuchen, was sie kochen. Und Kindertag ist eh immer. Na ja, vielleicht ist es nicht ganz so schlimm, immerhin hat der Muttertag in Deutschland noch eine wirkliche Bedeutung. Die Kinder und Väter strengen sich an, der „Familien-Managerin“ den Tag so angenehm wie möglich zu gestalten. „Am Anfang aller großen Dinge steht eine Frau“ – dieses Zitat des französischen Dichters Alphonse de Lamartine ist ein Kompliment an alle Mütter.

Kinder in die Welt zu setzen und sie dann noch vernünftig zu erziehen ist eine Höchstleistung. Frauen verlangen von sich viel mehr als Väter, weil sie sich stark an dem orientieren „eine perfekte und gute Mutter“ zu sein. In der heutigen Zeit ist das nicht immer einfach, weil „Frau“ und „Mutter“ alles gleichzeitig machen sollte: nämlich Karriere und Familie haben. Alles unter einen Hut zu bringen endet manchmal in einem Desaster mittleren Grades, um nicht zu sagen in einem Cocktail aus Vorwürfen, Zukunftsängsten und Selbstmitleid – doch das dauert höchstens einen Bruchteil eines Momentes, bis „Frau“ sich wieder gefangen hat. Gott sei Dank ist die Emanzipation so weit fortgeschritten, dass sich Mütter nicht entscheiden müssen zwischen entweder oder. Mütter sind Multitaskingfähig, Organisationstalente, beherrschen die Berufe der Psychologin, Lehrerin, Krankenschwester, bester Freundin, Köchin, Animateurin, Erzieherin, Trainerin, … sie sind einfach Multitalente. Insbesondere jene Mütter, die Alleinerziehend und die Hauptversorgerin der Familie sind. Hut ab, liebe Frauen, denn hier geht es um viel mehr. Viele leben am Existenzminimum. „Es zerrt an den Kräften, es beschädigt die Würde, ganz zu schweigen von den Zukunftsängsten. Was ist, wenn ich krank werde, den Job verliere – es ist immer eine Gratwanderung zwischen Arbeiten und sich um seine kleine Familie kümmern“, sagt Isolde Bär. Und trotzdem würde sie auf ihren kleinen Sohn nie verzichten wollen, „er ist mein Glück“, so die junge Frau. „Wir schaffen das schon. Jetzt haben wir ja endlich einen Kita-Platz.“

Dass Mütter heute zahllosen neuen Möglichkeiten gegenüberstehen, stellt niemand in Frage, doch die Anforderungen werden auch größer. Ist nach der Geburt die berufliche Karriere abgehakt oder will man noch mal richtig durchstarten? Wie frei ist man überhaupt in dieser Entscheidung und welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Das Kelkheimer Zukunftsinstitut hat im Auftrag von Fanta in der Trendstudie „Modern Moms – Lebenswelten zwischen Kindern, Karriere und Konsum“ die Bedürfnisse, Werte und Einstellungen von Müttern im Spannungsfeld zwischen Familie, Beruf und Gesellschaft untersucht. Das Ergebnis: Immer mehr Mütter agieren mit einer souveränen Gelassenheit, die sich vor allem in der Kindererziehung widerspiegelt.

Die Untersuchung „Modern Moms – Lebenswelten zwischen Kindern, Karriere und Konsum“ analysierte in einem mehrstufigen Verfahren existierende Studien, betrachtete wichtige Trends und wertete unterschiedliche Meinungsumfragen aus. Als Ergebnis kristallisierten sich insgesamt neun verschiedene Mütter-Typen heraus, deren Lebensstile sich weitestgehend voneinander unterscheiden.

Die neuen Mütter-Typen

Twen-Moms
sind vor allem die jungen Mütter zwischen 20 und 30 Jahren. Sie leben sehr ungezwungen mit ihren Kindern zusammen und sind auch den Themen Ernährung und Lifestyle gegenüber aufgeschlossen. Vor allem beim Kauf von Lebensmitteln macht der Zeit und Kostendruck es meist erforderlich, Entscheidungen nach Convenience- und Preis-Kriterien zu treffen. Ihre Kinder setzen aber oftmals auch ihre Wünsche durch.

Pippi-Langstrumpf-Mütter
nehmen das Leben grundsätzlich gelassen und sind eher die große Schwester als Mutter. Individualität, Abwechslung, Kreativität und Spontanität stehen auf ihrer Werteskala ganz oben – auch in Ernährungsfragen. Pippi-Langstrumpf-Mütter sind Genuss-Menschen. Da darf der Haushalt auch mal ein bisschen durcheinander sein und das Budget knapp – Hauptsache, die Stimmung ist gut, die Kinder sind zufrieden und alle haben ihren Spaß.

Multi-Handling-Mütter
machen nebenbei Karriere in einem Vollzeit-Job. Damit nicht alles aus den Fugen gerät, muss das Familienleben Straff organisiert sein. Bei der Ernährung wie auch bei der Wahl der Lebensmittel sind sie anspruchsvoll und markenbewusst, achten auf Gesundheit und Ausgewogenheit und versuchen das auch ihren Kindern zu vermitteln.

Latte-Macchiato-Mutter
sind typische LOHAS: Frauen, die mit ihrer Familie den neuen, grünen „Lifestyle of Health and Sustainability“ pflegen. Sie verbinden das eigene Wohlfühlbedürfnis mit der Verantwortung für ihre Kinder und ethischem Konsum. Lebensmittel kaufen sie im Bio-Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt. Ebenso genießen sie es aber auch, gemeinsam mit Freunden und den Kindern im Restaurant essen zu gehen.

Mommaddys
bilden das größer werdende Heer alleinerziehender Mütter. Sie sind hochgradig joborientiert – es bleibt ihnen meist auch wenig anderes übrig, um wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Ihr Konsumverhalten richtet sich konsequent am Preis-Leistungs-Denken aus, was nicht bedeutet, dass man auf allen Genuss verzichtet. Fertigmahlzeiten erleichtern das Leben ungemein. Auswärts zu essen ist hingegen eher die Ausnahme.

Hidden-Potential-Mutter
Sie wollte ihre Kinder, sie liebt sie und sie ist gerne Mutter – und doch vermisst sie ihren ehemaligen Job. Die familiären Aufgaben können die beruflichen Karriereambitionen der Hidden-Potential- Mutter nicht recht kompensieren. Dabei fordert die Familie sie nicht wenig: Die Konsumansprüche der Kids sind hoch. Wie in den meisten Haushalten zählt aber vor allem die Ernährung zu den größten Posten in den Konsumausgaben. Hier zu sparen kommt jedoch nicht wirklich in Frage. Im Gegenteil: Qualität hat eben ihren Preis.

Profi-Moms
sind Frauen, die ihre Selbstbestätigung lange Zeit aus einem anspruchsvollen Job gezogen haben, und nach der Geburt ihrer Kinder versuchen, ihre Karriere in der Mutterschaft fortzusetzen. Die optimale Entwicklung der Kinder ist ihr wichtigstes Ziel – gerade auch in puncto Ernährung und Gesundheit. Profi-Moms nutzen jedes verfügbare Angebot, um ihren Kindern das Beste zu geben und lassen sich das auch mehr kosten.

Re-Start-Mütter
rücken die Familie nicht mehr so stark in den Fokus ihrer Aufmerksamkeit. Die Kinder sind langsam erwachsen, doch solange sie noch zu Hause leben, sorgt Mama in der Regel weiter für ihr Wohlergehen und damit auch für den Einkauf. Ihre Kinder kochen allerdings auch immer öfter für sich selbst – vorwiegend Convenience Food. Re-Start-Mütter besinnen sich wieder stärker auf ihre eigenen Bedürfnisse und fangen zum Beispiel eine zweite Karriere an.

Yo-Mamas
sind junge oder jung gebliebene Mütter, die ein hohes Maß an Verständnis für die Wünsche ihrer Kinder aufbringen. An die Erziehung gehen sie mit einer gesunden Coolness und smartem Pragmatismus heran und gönnen ihren Kindern auch Süßigkeiten und Playstation, ohne gleich Gewissensbisse zu bekommen. Glückliche Kinder sind der Yo-Mama wichtiger als penible Ernährungsvorschriften.

Text: Sabina Riegger/Coca Cola

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