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Der Mai in seiner schönsten Pracht

Frauenschuhblüte in Martinau

Über 6.000 Einzelexemplare verzaubern den Lech jedes Jahr mit ihrem gelben Blütenkleid. In einträchtiger Nachbarschaft mit dem Maiglöckchen lebt der Frauenschuh, die prächtigste wildwachsende Orchideenart Europas, versteckt bei Martinau im Lechtal. Wanderer können in der Blütezeit dieser seltenen und wunderschönen Pflanze, von Mitte Mai bis Mitte Juni, ein Meer aus gelben Blüten in den schattigen Waldwinkeln Martinaus aufspüren und die einmalige Flora des Lechtals anhand dieses fulminanten Farbenspiels erleben.

Blütenpracht des Frauenschuhs

Wie der Name schon sagt, bildet diese auffällige und besondere Orchideenart eine schuhförmige Blüte. Die große, bauchige Lippe ist gelb gefärbt, während die verzwirbelten Blütenblätter rotbraun im Sonnenlicht leuchten. Die bis zu 70 cm hohe Orchidee ist meist ein- bis zweiblütig, in seltenen Fällen sind dreiblütige Exemplare zu bewundern. Die Blüte ist als Insektenfalle ausgebildet, wobei der gelbe Schuh als Lockmittel dient. Die neugierigen Besucher fallen vom glatten Rand in das Innere des Schuhs. Eine durchscheinende Stelle am hinteren Ende der Blüte signalisiert dem Insekt den Ausgang. Beim Durchschlüpfen des engen Fluchttunnels kommt es zur Bestäubung.
Geschützte Pflanzenart

Der Frauenschuh gilt als stark gefährdete Art in Österreich und zählt zu den geschützten Arten der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der europäischen Union. Die Gefährdung der Art ist auf die Zerstörung des Lebensraumes zurückzuführen. Aber auch seine Attraktivität ist dem Frauenschuh schon oft zum Verhängnis geworden. Häufig ist der Frauenschuh-Bestand aufgrund rücksichtloser Plünderung, Abpflücken und Ausgraben bedroht. Jedoch ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass eine Umpflanzung in den heimischen Garten eine hohe Belastung für den Frauenschuh darstellt und diese mit der Kleingartenflora nur sehr schlecht zurechtkommt und abstirbt.

Radfahren durch die schöne Natur

„Der Winter ist vorbei, die Wege sind geräumt. Kleine Reparaturen an den Wegen müssen noch vorgenommen werden, dann kann man wieder losradeln“, so Michael Kohler, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Lechtal. Die Region vom Rad aus betrachtet bringt den Besucher die Natur und auch kulturelle Besonderheiten näher. Radfahren entschleunigt, man kommt zur Ruhe. Ein Genuss, den viele bereits in Anspruch nehmen.

Die bestens ausgeschilderten Radwege und Touren der Ferienregion Lechtal führt Sie durch eine unvergleichliche Naturschönheit. Der Lechtaler Radwanderweg von Reutte bis Steeg ist ideal für Familien und Genussradler, eingebettet mitten in die Bergwelt führt der Radwanderweg ohne große Steigungen neben dem Lech oder durchquert Auwälder.

Text: Lechtal Tourismus  · Bild: Hubert Riegger

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