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Zuse-Ausstellung erfolgreich eröffnet

Vernissage noch bis zum 08. Mai zu sehen

Die Eröffnung zur Konrad-Zuse-Ausstellung im Schloss zu Hopferau war ein voller Erfolg. Über 80 Gäste, darunter zahlreiche namhafte Gäste aus Politik und Gesellschaft. Sie verfolgten gespannt den Ausführungen Prof. Horst Zuses über seine ganz persönlichen Erinnerungen an seine Zeit in Hopferau und dem Kunsttalent seines Vaters, die er mit privaten Bildern und Filmen untermalte.

Dabei beschrieb er, wie sein Vater bereits in Kindheitstagen Karikaturen anfertigte. Nach dem Krieg beschäftigte sich Zuse mit Holzschnitzereien, die er an die Hindelanger Bevölkerung verkaufte und so für den Unterhalt der Familie sorgen konnte. Erst im Ruhestand widmete er sich wieder intensiv der der Kunst, malte Aquarelle und in Öl. „Die Bilder haben eine sehr große Präsenz und sind expressiv“, erläuterte der Zusesohn die Exponate. Davon konnten sich die Gäste bei einem Rundgang im Schloss selbst überzeugen. Dazu zählten unter anderem die Bürgermeister Bayrhof (Hopferau), Iacob (Füssen) und Martin (Bad Hindelang), der Vorsitzender der Zuse Gesellschaft Prof. Dr. Karl und der ehemalige Finanzminister Theo Waigel mit seiner Familie. Die Ausstellungseröffnung wurde von einer Lesung der „Milchmädchen Rechnung“ durch Schlossherr Bernd Rath und ergänzenden Erzählungen von Buchautor Christoph Bode begleitet. Diese versetzten die Gäste in das Jahr 1947, als Konrad Zuse auf dem Schlossgelände erstmals die Z4 einsetzte und damit das digitale Zeitalter begründete.

Rath und auch Bad Hindelangs Bürgermeister Martin lobten den herausragenden Stellenwert der Ausstellung für Hopferau und die Region. Zum ersten Mal überhaupt werden Bilder des Erfinders der ersten programmierbaren Rechenmaschine in der Region ausgestellt. Die Bilder –
ausnahmslos Ölgemälde – sind eine Leihgabe der Sammlung Würth. Diese waren über verschiedene Würth-Niederlassungen weltweit verteilt und wurden für die Ausstellung erstmals in dieser Form zusammengetragen.

„Ich freue mich sehr, nach über zwölf Jahren wieder an der alten Wirkungsstätte meines Vaters zu sein und zu sehen, wie positiv sich das Schloss zu Hopferau insbesondere mit dem neuen Besitzer entwickelt hat“, erklärte Zuse am Rande der Veranstaltung. Das Schloss sei der richtige Ort für eine solche Ausstellung.
Rath selbst zeigte sich mit dem Abend glücklich: „Es ist ein schönes Zeichen, dass wir bereits bei der Eröffnung so eine große Resonanz hatten. Das Interesse von Jung und Alt an dieser Ausstellung zeigt, dass unsere Bemühungen um den Ehrenbürger Zuse gut angenommen werden“. Die
Ausstellung wird noch bis zum 08.05.2013 zu sehen sein. Eintritt ist frei.

Text · Bild: Schloss zu Hopferau

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