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Wertachtal Werkstätten

Zweigstelle Füssen

Nach jahrelangen Bemühungen, die bereits im Jahr 2009 begannen, ist jetzt der erste und entscheidende Schritt in die Zukunft getan. Mit der Anmietung des Gebäudes in der Hiebelerstrasse 17, in dem vor Jahren die Telekom und zuletzt ein Busunternehmen untergebracht waren, haben seit 1. Januar 2013 nun die „Wertachtal-Werkstätten“  ihr Zuhause in Füssen gefunden. Damit ist die baldige Einrichtung einer Zweigwerkstätte in der Stadt Füssen einen großen Schritt näher gerückt.

Als anerkannte Einrichtung der Lebenshilfe Ostallgäu-Kaufbeuren-Marktoberdorf ist für die „Wertachtal-Werkstätten GmbH“ oberstes Ziel, Menschen mit Behinderungen mit allen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten dabei zu unterstützen, wieder ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und dadurch neue Perspektiven für ihr Leben zu gewinnen.

In diesen Werkstätten werden Menschen beschäftigt, „die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder nicht wieder“ auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können. Dies sind Menschen mit geistiger, körperlicher und/oder psychischer Beeinträchtigung. Der Tagesablauf und die Arbeitszeiten sowie die Art der Beschäftigung werden jeweils auf die individuellen Fähigkeiten der Betroffenen abgestimmt.

Die planmäßige Förderung im beruflichen Bereich und die soziale Sicherheit der Beschäftigten hat neben therapeutischen Maßnahmen zur Förderung bzw. zum Erhalt vorhandener Fähigkeiten gleichermaßen  einen sehr hohen Stellenwert.

Zunächst stehen jedoch notwendige Umbau- und Renovierungsmaßnahmen an. Schon im Mai, das wäre der angestrebte Zeitpunkt, sollte eine erste Werkstattgruppe mit zwölf Personen, betraut mit leichten Montagearbeiten,  ohne aufwändigen Einsatz von Maschinen oder Geräten in den Räumlichkeiten in Füssen-West die Arbeit aufnehmen. In den kommenden zwei Jahren sind dann logischerweise Erweiterungen in Planung, so könnten sich für die offenen Hilfen und die Frühförderung im südlichen Bereich des Ostallgäus neue Möglichkeiten ergeben, ein Unterkommen wäre überdies sinnvoll und angebracht. Erst durch ein möglichst umfassendes und komplettes Angebot kann die gemeinnützige Einrichtung ihrer gesellschaftlichen Aufgabe in vollem Umfang gerecht werden.

Im Folgezeitraum ist ein Anbau vorgesehen. Das Gelände mit dem zugehörigen Garten ist groß genug, um dort auch einen großen Speisesaal zu integrieren sowie vielleicht auch noch eine Wäscherei und ebenfalls ein Veranstaltungszentrum, das als Begegnungsstätte einen wichtigen Zweck als Anlaufstelle vor Ort mit kompetenten Ansprechpartnern erfüllen würde. Zudem wäre denkbar, ein großes Anliegen, nämlich den Austausch zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, auszubauen und zu fördern, Kontakte zu knüpfen und ein Netzwerk zu erstellen, um die sich daraus bietenden Möglichkeiten zum Nutzen Aller wesentlich zu verbessern.

Text · Bild: Manfred Sailer

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