Menschen

Sternsinger – eine Hilfsaktion von Kindern für Kinder

2013 für Tansania

Mit dem Ausklingen der Weihnachtstage vom 25. Dezember bis 6. Januar, dem Dreikönigstag, sind auch dieses Jahr wieder zahlreiche Kinder unterwegs für einen guten Zweck. Als Capsar, Melchior oder Balthasar verkleidet wird von Tür zu Tür gegangen, um im Namen der Sternsingeraktion Geld für Menschen in Not zu sammeln und den göttlichen Haussegen an die Türstöcke der Hereinlassenden zu schreiben.

Der Brauch ist schon seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar und neben Deutschland auch in Österreich, Südtirol und der Schweiz wohlbekannt. Früher galt der Segen als Bannmittel gegen Böses, heute jedoch als Segensbitte, um den Segen Gottes auf das Haus und seine Bewohner herabzurufen und sie vor Unglück zu schützen.

Nachdem der Hereinlassende üblicherweise ein Lied, Gebet oder Gedicht vorgetragen bekommt, darf er neben einer kleinen Geldspende auch gern mal die kleinen Könige mit Süßigkeiten belohnen, damit es sich auch bei eisigen Temperaturen leichter durch den Schnee stapft. Zuletzt kommt noch die Aufschrift „20*C+M+B*13“ für das kommende Jahr mit Kreide auf den Haustürrahmen der Spender. Was viele Menschen irrtümlich für die Initialen der Heiligen Drei Könige halten, sind die drei Buchstaben C, M und B in der Mitte. Eigentlich stehen sie als Kürzel für den lateinischen Satz: “Christus mansionem benedicat“, was so viel bedeutet wie: „Christus segne dieses Haus“. Die Sterne hingegen stehen für den Stern von Bethlehem, der nach der Bibel die Könige zur Geburtsstätte Jesu’ leitete, die drei Kreuze für den Dreifaltigen Gott.

Seit 1959 gibt es die zentral gesteuerte Sternsingeraktion in Deutschland, Österreich und Belgien, die das gesammelte Geld jedes Jahr für ein Dritte Weltland in Lateinamerika, Afrika und Asien spendet. Die 2004 mit dem Westfälischen Friedenspreis ausgezeichnete Organisation ist weltweit die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder, bestehend aus der Beteiligung zahlreicher Pfarrgemeinden und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Noch im Jahr 2012 sammelten über 11.000 Gemeinden mit 500.000 helfenden Kindern und 80.000 Betreuern etwa 42 Millionen Euro für Nicaragua. Für 2013 ist Tansania in Afrika mit dem Motto: „Segen bringen – Segen sein!“ an der Reihe. Die diesjährige Aktionseröffnung mit besonderen Gästen und einem feierlichem Gottesdienst ist dieses Mal am 28. Dezember im Bistum Würzburg. Danach heißt es auch schon in vielen Städten und Dörfern für tausende kleine Helfer ab nach draußen.

Im Folgenden haben wir noch ein paar Daten, wann und wo Sternsinger der jeweiligen Pfarrgemeinde unterwegs sind, aufgereiht:

Füssen: Acht Seligkeiten
4. – 5. Januar von 15.30 – 18.30 Uhr

St. Mang: 3. – 5. Januar von 14 – 18 Uhr

Weißensee: 6. Januar

Hopfen: 2. – 3. Januar von 9 -12 Uhr
4. – 5. Januar von  9 -12 und 14-17 Uhr

Nesselwang: 4. Januar ab 10 Uhr
in den Weilern,
5. Januar ab 9.30 Uhr im Ort

Pfronten: 6. Januar, nach dem
Aussendungsgottesdienst 9 Uhr

Hopferau: 6. Januar, nach dem
Aussendungsgottesdienst 8.45 Uhr

Zell: 6. Januar, nach dem
Aussendungsgottesdienst 10.15 Uhr

Eisenberg: 5. Januar

Trauchgau: 4. – 5. Januar

Schwangau: 26. Dezember – 6. Januar

Buching: 4. Januar

Bayerniederhofen: 1. und 4. Januar

Text: Felix Schmid · Bild: Hubert Riegger

 

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