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Ein Jahr Schlossbrauhaus

Auf ein Neues!

Ende letzten Jahres eröffnete das Schlossbrauhaus nach großem Umbau. Das Konzept der Erlebnisgastronomie mit integrierter Brauerei scheint aufgegangen zu sein. Wir unterhielten uns mit Katharina Helmer, die zusammen mit ihrem Bruder Andreas Helmer das Schlossbrauhaus betreibt.

Ein Jahr Schlossbrauhaus Schwangau. Wenn Sie zurückblicken, was für ein Resümee können Sie daraus ziehen?
Das letzte Jahr ist wirklich gut gelaufen. Unser Haus wurde sowohl von den Touristen, als auch den Einheimischen sehr gut angenommen. Im Sommer lockte vor allem der Biergarten wegen der Aussicht die Einheimischen an. Auch die Lounge ist vor allem am Wochenende gut besucht.

Sie haben ein Konzept entwickelt, welches unter anderem auch eine Privatbrauerei beinhaltet. Anfangs wollten Sie drei Sorten Bier brauen, was ist aus diesem Vorhaben geworden?
Die drei Sorten sind wie geplant fix im Angebot. Dazu zählen unser Helles, Dunkles und das Weizen. Aber auch die Sonderbiere konnten sich gut durchsetzen. So hatten wir zu den gegebenen Anlässen verschiedene selbst gebraute Biersorten im Angebot. Im Sommer z.B. Pils und englische Biere, oder Oktoberfestbier und zuletzt das Weihnachtsfestbier. Unsere Gäste können unser Hausbier in 5-Liter-Partydosen mit nach Hause nehmen. Und seit dem Nikolausweizen bekommen sie unsere Sonderbiere für zu Hause in speziellen schwarzen Tonflaschen mit auf den Weg. Im Januar zur Starkbierzeit planen wir wieder unseren Linator, ein spezielles Starkbier.

Das Schlossbrauhaus ist auch ein Veranstaltungszentrum und ein Treffpunkt für die Schwangauer Vereine. Wie ist die Akzeptanz hier?
Die Vereine sind gut dabei. Vor allem der Schwangauer Trachtenverein und die Musikkapelle nutzen unser Haus sehr oft. Des Weiteren gibt es auch eine rege Zusammenarbeit mit den örtlichen Musikvereinen, die gelegentlich auch für uns spielen. Uns ist es wichtig, im Dorfleben integriert zu sein und gemeinsam mit den Einwohnern auf einen Nenner zu kommen. So wurde neben den Vereinsaktivitäten auch das Dorfsportfest des TSV bei uns veranstaltet, inklusive Siegerehrung und Nutzung unserer Bowlingbahn. Und Ende September konnten wir viele Gäste mit der Brauhaus-Olympiade begeistern. Da gab es viele Spaßdisziplinen wie Dosen-Weitwurf, Maßkrug-Werfen und Asphaltstock-Schießen.

Sie haben einen Biergarten nach Münchener Tradition, das heißt, der Gast bringt sein Essen selbst mit und das Bier kauft er bei Ihnen ein. Für das Allgäu ist das eher untypisch. Oder?
Die Leute finden das Biergarten-Konzept im Grunde genommen gut, aber es wird kaum wahrgenommen. Bis auf ein paar Ausnahmen bestellen die Gäste eher bei uns ihr Essen, als es selbst mitzubringen. Aber an sich wird der Biergarten gern genutzt. Sobald die Sonne scheint, gibt es immer Bewegung da draußen. Die Kinder haben mit den Spielangeboten im Freien und dem „Spieleland“ im Keller viel Abwechslung. So können die Eltern jederzeit entspannen, während ihre Kinder sich bei uns austoben können.

15 16 ist der Treffpunkt für die Jungen und Jung gebliebenen. Was für Pläne gibt es hier?
Samstags planen wir mehr Motto-Themen mit wechselnden DJs und Veranstaltungen zu ganz verschiedenen Themen. Insgesamt wird die Lounge vor allem an den Wochenenden sehr gut angenommen, deshalb bauen wir zuerst unser Angebot aus. Es war schwierig, die Leute herzubekommen, aber mittlerweile kommen Viele aus der Umgebung zu uns. Und zwar nicht nur Jugendliche, sondern auch ältere Gäste. Deswegen veranstalten wir beispielsweise öfter mal eine Ü30-Party, die sehr gut angenommen wird.

Ihre Highlights im nächsten Jahr?
Zu Silvester veranstalten wir ab 11 Uhr ein Weißwurst-Frühstück, und ab 18.30 Uhr können sich unsere Gäste auf „kulinarische Rundreise“ begeben. Hier servieren wir neben einem Buffet viele verschiedene Biersorten aus dem mitteleuropäischen Raum. Und ab Januar geht es dann direkt mit Fasching weiter. Im Februar beginnt wieder die Starkbierzeit, zu der wir unseren „Linator“ brauen.

Das Interview führte Sven Köhler

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