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Top-Berge für Mountainbiker

Sie lieben das Extreme und die Herausforderung. Es sind die Mountainbike-Freerider, die am liebsten mit ihren Bikes dort runter brettern, wo sich vielleicht manch ein Wanderer nicht laufen trauen würde. Über Stock und Steine, Wurzeln, … je extremer die Routen, um so besser. Die Bergbahnen Langes haben diesen Sport-Trend schon vor mehr als zehn Jahren kommen sehen und haben mit Planern und Mountainbikern aus der Szene den Forrest Thunder entwickelt. Keine andere Freerider-Route lässt sich mit der der Bergbahnen Langes messen. „Wir haben ein abwechslungsreiches Gelände, das jeden Mountainbike-Freerider anspricht. Vom Laien bis hin zum Profi“, erklärt Marketing- und Vertriebsleiter Gottfried Hosp. Letztes Jahr wurde die Strecke generalsaniert und einige Stellen besser optimiert.

Der Streckenverlauf beginnt auf einem ca. 900 Meter langen Forstweg mit einem durchschnittlichen Gefälle von 3%. Nach dieser Aufwärmphase beginnt die eigentliche Free-Ride-Trialstrecke, welche circa zwei Kilometer durch einen Gebirgswald führt und dabei ein durchschnittliches Gefälle von 33% aufweist. Im Streckenverlauf sind mehrer Sprünge, Rampen und Steilwandkurven eingebaut. Auch gibt es in einigen Streckenabschnitten steilere Varianten für die Profis. Zum Abschluss geht es dann für die extrem Wagemutigen noch über den BIG JUMP unmittelbar neben der Talstation der Grubigsteinseilbahn.

Füssen aktuell sprach mit dem Marketing- und Vertriebsleiter der Bergbahnen Langes, Gottfried Hosp, über die Mountainbike-Freerider-Strecke und eventuell neue Projekte.

Auf Ihrer Homepage der Bergbahnen Langes kann man ein Video von zwei Extreme- Mountainbike-Freeridern sehen. Es sieht sehr wagemutig aus. Ist auf dieser Strecke noch nie etwas passiert? Nein es ist noch nie etwas passiert. Es sind alles versierte Fahrer, die wissen, wie sie fahren müssen und vor allem, was sie tatsächlich auf ihren Bikes können. Bislang hat sich keiner überschätzt und da sind wir sehr froh drüber.

Sie waren Pioniere der ersten Stunde, als Sie die Mountainbike-Freerider-Strecke bauten. Gab es damals schon Tendenzen, dass diese Sportart einmal en vogue, dass heißt, nicht nur den Mountainbike-Freaks vorbehalten sein wird?
Diese Sportart übt tatsächlich nur eine gewisse Gruppe von Menschen aus, die gerne auch andere Extremsportarten ausüben. Jede Sportart entwickelt sich und wir haben uns damals entschieden, eine Plattform dafür zu schaffen.

Wie kommt die Strecke bei den Bikern an? Sehr gut. Unsere Besucher kommen hauptsächlich aus dem Stuttgarter Raum, München, Augsburg und natürlich auch aus anderen Großstädten, aber grundsätzlich aus dem süddeutschen Raum.

Sind in naher Zukunft noch weitere Strecken Mountainbike-Freerider-Strecken geplant? Ja, es sind noch weitere Strecken geplant, doch das werden wir wahrscheinlich erst nächstes oder übernächstes Jahr anbieten können. Der Biker wird dann die Möglichkeit haben, von einer Höhe von 2.100 Metern bis ins Tal runter zu fahren. Es wird drei Streckenabschnitte geben, so wie bei den Bergbahnen auch, die einzeln befahrbar sind.

Ich stelle es mir nicht einfach vor, so eine Strecke bauen zu können, oder doch? Nein, Sie haben Recht. Wir müssen und wollen die jeweiligen Sachverständigen mit einbeziehen. Viele Abteilungen beziehungsweise Fachbereiche müssen genau erörtert werden und letztendlich können das nur die Profis aus den jeweiligen Sachgebieten wie Forsten, Geologie, Naturschutz, Landessportabteilung und natürlich ganz wichtig die Leute aus der Biker-Szene, die uns dabei helfen, eine wirklich gute Strecke planen und bauen zu können. Es müssen alle Eventualitäten überprüft und recherchiert werden.

Gab es von der Seite der Wanderer noch keine Beschwerden über die Biker, die in ihrer Fahrweise extremer sind als andere Mountainbiker? Das hätte es sicher gegeben und wahrscheinlich auch Kollisionen. Das hätte weder der einen noch der anderen Gruppe gefallen. Deshalb haben wir damals parallel zu der Mountainbike-Freerider-Strecke einen neuen Wanderweg geplant und gebaut. So haben beide ihre Erholung und ihren Sport in der Natur, ohne dass es untereinander zu Problemen kommt.

Wie lange ist dieses Jahr noch die Strecke für die Biker geöffnet? Noch bis zum 14. Oktober. Dann ist die Bikersaison vorbei.

Text: Sabina Riegger

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