LokalesWirtschaft

Das Bestattungsinstitut Klaus in Füssen und Reutte

Eine Arbeit für das Leben und den Tod

Füssen/Reutte.   Es ist eine Schwelle – eine große Hemmschwelle, doch die meisten, die durch die Türe gehen, müssen da hin. Normalerweise wäre das gar nicht so schlimm, wenn da nicht diese gravierende Situation wäre, die das Leben ganz unvorhergesehen verändert. Nichts wird wieder so sein wie früher, eine Feststellung, die manche Menschen sehr verzweifeln lässt. Bettina Ziege-Klaus und Thomas Klaus kennen dieses Zögern, den Schmerz ihrer Kunden, ihre Wünsche, die Sorgen, manchmal auch die Einsamkeit, die sich dann danach einstellt. Die beiden jungen Unternehmer haben ein Bestattungsinstitut in Füssen und Reutte. Gemeinsam mit ihren sechs  Mitarbeitern kümmern sie sich um die Hinterbliebenen, die Formalitäten und natürlich um eine würdevolle Bestattung.

Neue Wege gehen

Um den Service beizubehalten, geht das Unternehmen immer wieder  neue Wege. „Unser Credo ist die Zufriedenheit unserer Kunden“, so Thomas Klaus.

Wie sehr auch eine Trauerfeier mit Schmerz verbunden ist, wünschen sich die Angehörigen für den Verstorbenen eine ganz besondere Verabschiedung. „Während des Trauergesprächs wird uns schon manchmal die Frage gestellt, ob das ein oder andere erlaubt sei“, erzählt Thomas Klaus und fügt hinzu „generell ist vieles möglich solange alles pietät- und würdevoll bleibt. Es spricht nichts dagegen einen Kirchenchor oder das Lieblingslied auf einer CD als musikalische Umrahmung zu nehmen. Bildershows, die auf einer großen Leinwand abgespielt werden können, erinnern auf eindrucksvolle Art an schöne Momente im Leben des Verstorbenen. Wir hatten bei einer Trauerfeier das Motorrad des Verstorbenen neben dem Sarg aufgestellt mit einem großen Bild von ihm. Es war eine sehr bewegende Verabschiedung“, schildert Thomas Klaus. Gemeinsam mit seiner Frau und den Mitarbeitern ist er deshalb bemüht jeden Wunsch zu erfüllen. Dazu gehören nicht nur ausgefallene Dekorationen, sondern auch die Auswahl der Särge und Urnen sowie der Printmedien für den Trauerdruck.
„So vielfältig und verschieden wie der Abschied gestaltet wird, so unterschiedlich und speziell ist auch das Sortiment unseres Bestattungsbedarfs. Denn zu jeder Persönlichkeit soll auch das Passende ausgewählt werden. In unserer Auswahl befinden sich Modelle aller Art und Preisklassen, vom klassischen Sargmodell bis zu stilvollen Schmuckurnen“, erläutert Bettina Ziege-Klaus.

Zu den Neuerungen, die bereits sehr gute Akzeptanz gefunden haben, gehört das virtuelle Kondolenzbuch.  „Das Kondolenzbuch existiert heutzutage nicht mehr nur in der klassischen Buchform. Wir bieten ein online-Kondolenzbuch an“, erklärt Bettina Ziege-Klaus. Das Bestattungsinstitut hat auf ihren Internetseiten, sowohl in Füssen als auch in Reutte, ein Trauerportal  mit virtuellem Kondolenzbuch eingerichtet. „Dort sind nicht nur die Traueranzeigen, Sterbebilder und Danksagungen  sichtbar, sondern Angehörige, Freunde und Bekannte können auf diese Art und Weise ihr Beileid bekunden und eine Trauerkerze für den Verstorbenen anzünden. Wir haben besonders in Reutte die Erfahrung gemacht, dass die Angehörigen sehr dankbar sind, so ihr Mitgefühl und ihre Trauer zum Ausdruck bringen zu können“,  so die Geschäftsfrau.

Tierbestattungen haben eine lange Tradition in der Geschichte und sind keineswegs moderne Sentimentalitäten. Für viele Tierhalter ist der Gedanke unerträglich, das Haustier nach seinem Tod einfach einer Tierkörperbeseitigungsanlage zu überlassen. Das kann Thomas Klaus nur bestätigen. „Wenn das geliebte Haustier stirbt, bricht daheim eine Welt zusammen. Da versteht es sich fast von selbst, dass man sich ‚für den besten Freund des Menschen‘  einen würdevollen Abschied wünscht“. Auch hier gilt für das Bestattungsunternehmen: Die Wünsche der Kunden zu respektieren.

Nächstes Jahr möchte Thomas Klaus mit seiner Frau Bettina ein Bestattungsinstitut in der Kemptener Straße bauen. Es soll neben einer Ausstellungsfläche für Särge und Urnen, einen Verabschiedungsraum beinhalten. „Wir wollen neue Wege gehen und die Abschiednahme pietätvoll und so angenehm wie möglich gestalten“, so Thomas Klaus.

Text · Bilder: Sabina Riegger

Verwandte Artikel

Das könnte Dich auch interessieren
Schließen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"