Essen & TrinkenLeben

Köche unter uns

Miriam Huber & Janos Kemmler

Sie sind jung, dynamisch und haben den Sprung ins kalte Wasser gewagt. Mit einem Restaurant und dem romantisch gelegenen Hotel haben sich Miriam Huber und Janos Kemmler selbstständig gemacht. Es war die Familie, die ihnen dazu riet. Heute sind sie froh über die Entscheidung, die ihnen letztendlich auch die Möglichkeit gibt, ihre Kreativität in der Küche auszuleben und trotzdem mit ihrer kleinen Tochter Amaya zusammen zu sein.

Gemeinsam mit ihrem Freund Janos steht Miriam Huber jeden Tag in der Küche. „Mir gehört der rechte Teil des Küchenherdes“, lacht die 25-jährige Köchin. Warum sie sich gerade diese Seite ausgesucht hat, weiß sie nicht so genau – es hat sich einfach so ergeben, meint sie lächelnd. Ihre unbeschwerte und fröhliche Art scheint alle um sie herum anzustecken. Es ist ein angenehmes Betriebsklima. Eine große Familie mit Angestellten, Eltern, Tante und Geschwistern. „Wir beide mögen keinen derben Ton in der Küche. Es funktioniert auch ohne“, erzählt die junge Frau.

Janos Kemmler und Miriam Huber haben sich bei Bobby Bräuer kennen gelernt, der 2011 als Koch des Jahres von Gault Millau Österreich ausgezeichnet wurde. „Für uns beide war es wichtig, eine gute und kreative Küche kennen zu lernen“, sagt Janos Kemmler, während er das Lammfilet im Brotmantel in der Pfanne wendet. Die beiden Köche bereiten ein „Dreierlei vom Lamm“ zu, garniert mit grünen Speckbohnen, feinem Ratatouille und rahmige Bärlauch-Polenta. Die Garnitur aus getrockneten, fein gehackten schwarzen Oliven gibt dem Essen eine ganz besondere Note – es sind die Kleinigkeiten, die besonderen Rezepturen und auch das Anrichten, die Miriam Huber und Janos Kemmler von den anderen Köchen unterscheiden. „Wir wollen uns aber nicht Gourmetköche nennen – letztendlich können wir das auch nicht. Das sollen die Gäste entscheiden. Es ist doch viel schöner, wenn wir ihre Erwartungen übertreffen und sie sich dann über das gute Essen freuen“, sind sich die beiden einig. Miriam Huber und Janos Kemmler sind bodenständig geblieben und das trotz großer Anerkennung ihrer guten Küche. Sie mögen es unkompliziert und wollen  nicht im Vordergrund stehen.

Text · Bilder: Sabina Riegger

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