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Das Volksfest vereint Tradition und Kultur

Die Festzelt-Wirte Michaela und Christian Krämmer

Füssen/Landshut.    Wohl kaum ein anderes Bundesland richtet im Jahr so viele große, kleine und unterschiedliche Volksfeste aus wie Bayern. Hier gehen Brauchtum und Kultur nahtlos ineinander über und schaffen viel Anlass für weltberühmte bayerische Lebensfreude. 

In Füssen ist es nicht anders. Seit über hundert Jahren gibt es das Volksfest. Hier treffen sich alle, ob jung oder alt, um zünftig zu feiern. Musik darf dabei nicht fehlen. Genau so wenig wie Bier und das typisch bayerische Essen. Michaela und Christian Krämmer kennen sich mit Volksfesten bestens aus. Sie sind nämlich Festzelt-Wirte, ein Beruf der viel abverlangt, aber auch viel Spaß macht. Michaela Krämmer war nicht immer Festzelt-Wirtin. Als sie ihren Mann Christian kennenlernte, arbeitete sie als Reisebürokauffrau. Missen möchte sie ihre jetztige Arbeit nicht. „Jeder Tag bringt etwas Neues. Es ist immer wieder eine Herausforderung und genau das macht unsere Arbeit so spannend und attraktiv“, erklärt die Tochter des legendären National-Eishockeyspielers Alois Schloder. Christian Krämmer war immer schon im Betrieb seiner Eltern tätig. „Ich habe es von der Pike auf gelernt“, so der sympathische Niederbayer. 2004 übernahm er mit seiner Ehefrau den Festzeltbetrieb der Eltern.
Immer wieder lassen sich die Krämmers etwas Neues einfallen. Denn nicht jeder Programmpunkt ist auf alle Orte umsetzbar. „Wir bemühen uns immer, ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen“, so Michaela Krämmer. In Füssen ist es ihnen geglückt. Egal ob Jung oder Alt, alle mögen das Volksfest. Keine Altersgruppe wird vergessen. Da gibt es den Seniorennachmittag für die älteren Bürger oder die Miss-Wahl, wo sich auch sehr viele junge Leute eintreffen, um die Miss Füssen zu küren.

Gemeinsam feiern
Regelmäßig kommen legendäre Eishockeyspieler der Region zusammen, um einen netten Nachmittag im Festzelt zu genießen. Da werden alte Geschichten erzählt und Erinnerungen ausgegraben. Aber auch Firmen gönnen sich einen unbeschwerten Abend im Zelt. Dafür gibt es seperate Boxen, die Privatsphäre bieten, aber auch gemeinsames Feiern.

Dass es im Festzelt laut ist, das gehört dazu. „Das ist die bayerische Gemütlichkeit“, erklärt Christian Krämmer. Seit die Familie Krämmer das Füssener Volksfest betreibt, gab es noch kein einziges Mal eine Schlägerei. „Die Besucher sollen sich Wohl fühlen und das wollen wir auch erfüllen“, so die Krämmers. Dazu gehört auch das Essen. Ob Kesselfleisch, Schaschlik, Salat, Schweinshaxen und natürlich „an Gockel“, anderen bayerischen Spezialitäten wie Kartoffel- oder auch den Wurstsalat – das alles bietet die Speisekarte an.
Ein „Zuckerschlecken“, so wie es der Bayer sagt, ist die Arbeit in einem Festzelt nicht. „Man muss schon gut anpacken und manchmal auch derbe Witze verstehen können“, klärt Michaela Krämmer auf. Das langjährige Team um den Familienbetrieb hat viel Erfahrung und Ausdauer. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Leistungssport, der im April beginnt und bis in den Oktober hinein dauert.

Eine schöne Stadt
Michaela und Christian Krämmer freuen sich immer, wenn sie nach Füssen kommen. „Es ist so eine schöne Stadt, mit vielen netten Geschäften“, sagen sie. Überhaupt hat es ihnen Füssen angetan. „Wir verstehen uns sehr gut mit der Stadtverwaltung. Es ist ein angenehmes Zusammenarbeiten“, so die Festzelt-Wirte. Gemeinsam mit der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg und der Stadt Füssen wird jedes Jahr das traditionsreiche Volksfest veranstaltet.

Dieses Jahr findet das Volksfest vom 2. bis zum 13. Juni statt. Der Auftakt der Veranstaltung beginnt immer mit einer öffentlichen Bierprobe am Schrannenplatz. Das Fest wird von der Blaskapelle Hans Süß und den Alphornbläser musikalisch umrahmt. Von dort aus geht der Festumzug zum Festgelände in die Kemptener Straße am Volksfestplatz. .

Text/Bilder: rie

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