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Moment mal… mit Jürgen Doser

Jürgen Doser: Nur keine Passivität

Füssen.   Wenn es um Füssen geht, dann wird Jürgen Doser sehr emotional. Und wenn es dann noch die Politik ist, dann erst recht. Denn so ganz zufrieden ist der 41-jährige nicht mit dem, was in Füssen passiert. Doch nur reden und über andere schimpfen ist nicht die Art und Weise des Unternehmers. Deshalb ist er vor fünf Jahren in die Kommunalpolitik gegangen.

 

Als Mann der Wirtschaft verlangt er Konzepte. Dafür findet er oft harte Worte. „Ich möchte, dass diejenigen, die diesen Schlamasel verursacht haben, jetzt nicht viel reden, sondern zur Seite gehen, damit wir den Schlamasel beseitigen können.“ Ob das so einfach ist, bleibt die Frage. Doch für den „lonely rider“, wie er sich manchmal selbst nennt, geht vieles nur in Teamarbeit – „Kritik ausüben ohne Lösungsvorschläge zu haben, ist ein großer Fehler“, sagt er und fügt hinzu: „Die Meisten verharren doch in Passivität.“ Er will Arbeitsplätze für die Kinder, die keine Schwabenkinder werden sollen. Für Jürgen Doser ist das kein Gerede oder Wichtigtuerei. Mit seiner Firma, die er seit 19 Jahren leitet, ist er gut aufgestellt. Kaum Fluktuation oder Entlassungen – ein Zeichen für ein gutes Betriebsklima und kaufmännisches Können. Nächstes Jahr gibt es die Firma Max Doser 100 Jahre – ein bedeutsames Ereignis nicht nur für die Familie selber, sondern auch für Füssen. Als kleine Stadt mit Flair, so der Slogan der Füssener Einzelhändler, bietet diese nicht nur touristisch gesehen viel Potenzial. Auch andere, alteingesessene Firmen, feierten schon große Geburtstage. Damit es so bleibt, verlangt Jürgen Doser eine Kommunalpolitik, die nicht parteipolitisch geführt wird. Doch wo, bitte sehr, wird dieser Gedanke praktiziert? Selbst in der hohen Politik ist dieses Denken noch nicht durchgedrungen. Für Jürgen Doser ist eins Fakt: „Füssens Bürgermeister Paul Iacob sollte als Kapitän dieser Stadt seine Mannschaft führen können, dazu gehört auch das Weitergeben von Informationen. Diesbezüglich muss er noch viel lernen. Denn wir können es uns nicht erlauben, einen Stillstand zu haben, wie die Jahre zuvor. Und es darf sich hier nicht die Frage stellen ob man den Bürgermeister unterstützen soll. Er ist vom Volk gewählt worden und jeder Stadtrat soll und muss den Bürgermeister unterstützen.“ 

Beruf:
Diplom Ingenieur  für Versorgungstechnik, Betriebswirt des Handwerks
Familienstand:
nicht verheiratet, zwei Kinder
Hobbys:
Gitarre spielen, Lesen, Rennrad fahren und Mountainbiken
Schwäche:
Oft zu ehrlich, bin wie ein Elefant im Porzellanladen.
Stärke:
Begeisterungsfähigkeit
Was ärgert Sie?
Unehrlichkeit
Was schätzen Sie?
Wenn man seiner Person treu bleibt
Lieblingsessen:
Spaghetti Bolognese
Lebensmotto:
Ich genieße jeden Tag
Wichtig für Sie ist…?
Meine Partnerschaft und meine Familie
Wünsche:
Ich habe keinen Wunsch. Man muss alles im Gesamten sehen – da ist das Leben so vielfältig

 
 

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