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Katharina Schall: Erste Bezirkshauptfrau Tirols

Was bei uns immer wieder diskutiert wird, wird in Reutte  praktiziert. Nämlich, dass Frauen nicht nur eine bessere Figur in Führungspositionen machen, sondern auch mit Intelligenz und Charme in ihren Ämtern brillieren können. Ein Beispiel ist Landesrätin Dr. Beate Palfrader. Seit 1. Juli 2009 kann sich nun auch Magister Katharina Schall in diese Frauenriege einreihen. SchallSie ist die neue Bezirkshauptfrau (gleichzusetzen mit einer Landrätin in Bayern) in Reutte. Der Bezirk Reutte, den Katharina Schall zu verwalten hat, ist groß. Genauer gesagt 1.236,82 Quadratkilometer die Reutte und Umgebung, das Lechtal, das Tannheimer Tal sowie Zwischentoren zwischen Reutte und Fernpass umfassenDurchsetzungsvermögen und Führungsqualitäten bescheinigte ihr bereits Landeshauptmann Platter. Sechs Jahre war Katharina Schall rechte Hand und Stellevertreterin von Vorgänger Dr. Dietmar Schennach. Bei der Hochwasserkatastophe 2005 bewies sie Mut und Organisationstalent als Katastropheneinsatzleiterin. Viel gelernt hat die 34-jährige Bezirkshauptfrau von ihrem ehemaligen Chef Schennach, der neun Jahre lang das Amt leitete und jetzt nach Innsbruck beordert wurde. Jetzt ist er der zweithöchste Beamte im Land Tirol.

Doch zurück zu Katharina Schall. Die Landesregierung, sprach sich einstimmig für sie aus.  Jedoch nicht wegen einer   „Frauenquote“, die in Tirol genauso ein Gesprächsthema ist wie in Bayern.

Für die studierte Juristin bringt die Amtsernennung keine große Umstellung. Zumindest was das Personal anbetrifft. Die 74 Mitarbeiter kennt und schätzt sie seit dem Beginn ihrer Tätigkeit vor neun Jahren und hat sowohl für sie als auch für die Belange der Bürger immer ein offenes Ohr. Ein besonderes Anliegen als neue Berzirkshauptfrau ist ihr der weitere Ausbau des bereits bewährten Bürgerservice: „Mir ist wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger offen und freundlich empfangen werden und dass wir uns bemühen, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, nach Lösungen für jeden Einzelnen zu suchen.“ Ein weiteres Projekt das Schall umsetzen möchte, werden Risikoanalysen sein. Dadurch möchte Katharina Schall Naturkatstrophen vorbeugen.

Katharina Schall, die Auslandspraktika in Rom und London vorweisen kann, ist offen für Neuerungen. Schall ist übrigens die erste Bezirkshauptfrau in Tirol.  Viele Termine stehen nun bei der 34-jährigen an. „Das ist für mich einfach selbstverständlich. Denn nur so bekomme ich auch die Nähe zu den Bürgern, was mir sehr wichtig ist“, betont sie.

Ausreichend Freizeit hat die Bezirkshauptfrau nicht. Aber das ist sie gewohnt, denn viel gearbeitet hat sie schon immer, erklärt sie lächelnd. Um das ganze Pensum an Arbeit und Terminen zu bewältigen, hält sie sich mit Laufen fit.

Füssen aktuell wünscht der jungen Bezirkshauptfrau alles Gute und viel Erfolg.

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