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90 Jahre FC Füssen – Helmut Schuster blickt zurück

Der FC Füssen feiert sein Jubiläum –  90 Jahre besteht der Verein – am 19. Juli auch mit einem Promi-Spiel. Der frühere Topstürmer Helmut Schuster telefoniert gerade mit den Fußballern seiner Bezirksliga-Mannschaft, die für die FC-Fans aus diesem Anlass wieder die Kickstiefel schnüren. „Für gut 30 Minuten Fußball müsste es bei uns elf auf dem Platz im Weidach eigentlich noch reichen“, schmunzelt Schuster.  Das Jubiläumsfest des FC Füssen steht vor der Tür.

 

 

Stehend von links: Trainer Helmut Lutz, Edward Lehrecke, Hans Geiger, Max Pfeiffer, Franz Gössl, Herbert Friedl, Helmut Schuster, Wilfried Zacek, Spielausschussvorsitzender Hans Weber  Knieend von links: Roland Gössl, Boris Reiss, Peter Hitzl, Horst Gössl, Franz Settele  

 

 

Was hat der frühere Spieler Helmut Schuster als FC-Vereinsmitglied damit zu tun?
Ich bin mittlerweile schon fast 40 Jahre im Fußballclub und freue mich, wie alle beim FC, auf das dreitägige Jubiläumsfest. Ich werde mir viele Turnierspiele anschauen. Außerdem sind wir mit unserer früheren Bezirksliga-Mannschaft selbst auf dem Platz. Wir werden nach dem Anpfiff des Promi-Spiels gegen  die AH des FC viel Spaß haben.

Der Spaß hört dann mit dem Schlusspfiff noch nicht auf?
Es ist doch klar, dass wir noch im Festzelt zusammen sitzen und dabei Erinnerungen austauschen werden. Manchen Mitspieler habe ich lange nicht mehr gesehen. Wir hatten damals eine tolle Kameradschaft. Wie in jeder Mannschaftsportart kann man im Fußball auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn man als Einheit antritt. Es geht nur miteinander!

Was war der Höhepunkt in Ihrer aktiven Zeit?
Da könnte ich vieles erzählen, denn es gab mehr als nur einen Höhepunkt. Besonders gern erinnere ich mich an unsere Spiele im DFB-Pokal. Wir haben dabei Siege gegen höherklassige Mannschaften gefeiert. Mit dem Bus und begleitet von unseren vielen eisernen Fans zu den Fußballstadien in die Augsburger Region zu fahren: das gehört sicherlich zu den schönsten Erlebnissen. Selbstverständlich auch, weil wir von den schweren Auswärtsspielen oft als Sieger wieder daheim in Füssen angekommen sind. Natürlich gehört auch meine Zeit beim FC Memmingen dazu, wo ich viele tolle Erfahrungen sammeln konnte und auch heute noch Kontakt zum Verein habe.

Schauen wir gemeinsam nach vorn. Was bleibt für den FCF besonders wichtig?
Unser traditionsreicher Verein hat immer großen Wert auf den Nachwuchsbereich gelegt. Das soll auch künftig so bleiben. Dazu brauchen wir die ehrenamtlichen Kräfte. Gute Jugendtrainer sollen dafür sorgen, dass unsere Talente heranreifen und später auch gern beim FCF bleiben. Um Spieler aus umliegenden Gemeinden  für unseren Verein begeistern zu können, braucht es Perspektiven. Wünschenswert wäre es deshalb, wieder in einer Liga zu spielen, die unserer Stadt Füssen gerecht wird. Mein Wechsel von Seeg zum FCF hatte damit zu tun, dass hier die Möglichkeit bestand, in einer höherklassigen Liga zu spielen. Auch von meinen damaligen Mannschaftskameraden hat nicht jeder in Füssen das Kicken gelernt.

Genügt Talent?
Nein, dazu gehört hartes Training und wenn man Erfolg haben will gehört auch die richtige Vorbereitung auf die Spiele dazu. Das heißt allerdings nicht, dass wir aufs Feiern ganz verzichtet hätten. Aber Sprüche geklopft und zünftig gefeiert wurde eben immer erst nach den Erfolgen. 

Sie denken jedoch  nicht ausschließlich  erfolgsorientiert?

Richtig! Natürlich ist es schön, wenn die erste Mannschaft Tabellenführer ist und dabei den Zuschauern tolle Spiele zeigt und später auch noch aufsteigt. Doch ein Fußballverein wie der FCF hat soziale Aufgaben. Ein Stichwort ist Integration. Möglichst viele Kinder sollen mit Freude unter Anleitung von qualifizierten Trainern das Fußballspielen lernen. Sie können dabei Gemeinschaftsgefühl entwickeln und als Team Anerkennung ernten. Der Füssener Fußball wird auch in den nächsten Jahren sehr gute Spieler hervorbringen. Das freut die Fans und darunter auch mich. Als Zuschauer kann ich mich noch sehr begeistern, wenn der Ball gut durch die eigenen Reihen läuft und die Chancen verwertet werden.

Helmut Schuster
Jahrgang: 1951
Geburtsort: Seeg
verheiratet, zwei erwachse ne Kinder (Sohn und Tochter)
Beruflicher Status: Stadtkämmerer
Fußballerkarriere: mit 17 Jahren schon bei den Senioren in Seeg, Torjäger beim
FC Füssen in der Bezirksliga (damals: 5. Liga), FC Memmingen (Bayernliga), Mitglied und Spieler beim FC Füssen seit 1971, Trainer im Nachwuchsbereich und 1.  Mannschaft.  
Position: Mittelstürmer, rund 30 Treffer im Schnitt
Saisonrekord: 42 Tore

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