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Was macht eigentlich Carola Medack

Crola MedackCarola Medack gehört zu den starken Frauen, die etwas bewegen wollen, keine Angst vor neuen Situationen haben und quasi “ihren Mann stehen”. Dennoch ist die 54 jährige, Frau geblieben, eine, die die Sinnlichkeit des Lebens genießen kann. Als sie vor fast fünf Jahren nach Füssen kam, um die Textil AG als Betriebsleiterin zu übernehmen, ließ sie Mann und zwei erwachsene Kinder in der Nähe von Dresden zurück. Heimweh hatte sie nie. “Ich habe mich von Anfang an hier wohl gefühlt”, erzählt die studierte Diplom Ingenieurin für Kybernetik. Drei Jahre lang leitete sie die Belange der “Füssener Hanfwerke” wie das Unternehmen im Volksmund genannt wird, bevor sie wieder zurück in die Heimat ging. Jetzt ist sie Chefin von drei Textilwerken in Leutersdorf mit insgesamt 160 Mitarbeitern. Zu Füssen hat die Carola Medack immer noch einen guten und engen Kontakt. “Manchmal vermisse ich Füssen und die bezaubernde Landschaft”, erzählt Carola Medack. Dann setzt sie sich ins Auto und fährt für ein verlängertes Wochenende ins Allgäu. Freunde hat sie noch viele in der Lechstadt. Die Diplom Ingenieurin hat während ihrer Zeit in Füssen, mitunter die Kunsthallen ins Leben gerufen. Wer Carola Medack kennt, weiß, dass sie hinter jeder Sache, die sie anfängt, voll dahinter steht. Sie selber meint dazu : “Die Arbeit muss mir Spaß machen, sie muss mich brennen lassen. Es muss eine gewisse Leidenschaft dahinter sein. Man muss dafür etwas tun. Ich kann die Dinge nicht halb machen, ich muss sie ganz machen”. Dankbar ist die 54 jährige für ihre neue Arbeit. Schließlich ist es nicht mehr üblich, reife und erfahrene Mitarbeiter einzustellen und dass noch in der Textilindustrie. Regelmäßig hat sie zur Textil AG in Füssen geschäftlichen Kontakt und zwar als Kundin. “Wir stellen Cord her, hauptsächlich für Berufsbekleidung. Es ist eine Nische, die kaum Konkurrenz hat. Die dafür benötigten Garne kaufen wir in Füssen ein”.  Warum sie aus Füssen gegangen ist? Dafür  gibt es immer einen Anlass und eine Ursache , meint sie. 2006 wurde sie gefragt ob sie den Vorstandsposten der Textil AG annehmen wolle. Dazu kam es nicht, weil sich wahrscheinlich manche nicht vorstellen konnten, eine Frau an der Spitze zu haben.
Für Carola Medack ist das längst Vergangenheit. Wenn sie etwas nachtrauert, dann sind es die Menschen und die Berge. Lächelnd denkt sie an das erste musikalische Treffen mit dem Füssener Künstler Herbert Biller. “Früher hätte ich nie gedacht, dass ich jemals so eine Art von Musik verstehen würde.” Kein Zweifel, es ist Medacks Neugier auf Neues, auf die Menschen und nicht zuletzt auf das Leben. “Ich bin der Meinung wenn man offen ist und sich nicht ständig vor allem verschließt, bekommt man mehr Lebensqualität.”
-rie-

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