| Krankenhaus Füssen ist wichtiger Standort |
|
|
|
| Geschrieben von: Administrator |
| Mittwoch, 30. September 2009 um 12:03 Uhr |
|
Erst nach zwei Stunden im proppevollen Kuppelsaal brachte der Förderverein die heißen Themen in die Runde, die für den gewaltigen Ansturm auf den Info-Abend gesorgt hatten. Wer diskutiert über einen Verkauf des Krankenhauses oder darüber, es zu schließen? Besteht die Absicht, eine Abteilung wie zum Beispiel die Füssener Gynäkologie zu verlegen? Kommen viele Babys dann auf der A7 zur Welt, weil das nächste Krankenhaus nicht mehr nah am Heimatort ist? Gibt es Kaufangebote und in welcher Höhe? Wann kommen endlich die Kräne und Bagger für die Sanierung? ![]() Die direkten Fragen aus dem Publikum prasselten auf das Podium nieder. Zuvor hatte Karl Spindler, der ausgeschiedene Vorstandsvorsitzende, mit harten Fakten den Aufwärtstrend belegt. Er sagte: „Die Füssener Aussichten sehen positiv aus.“ Das Haus könne wirtschaftlichen Erfolg erzielen. Die meisten Fragenden wandten sich nun direkt an Dr. Susanne Schlichtner. Diese hatte sich als neue Vorstandsvorsitzende der Kliniken Ostallgäu kurz vorgestellt. „Ich stehe für eine starke Vernetzung der Häuser. Unser Konzept sieht eine klare Schwerpunktbildung an jedem Standort vor“, erklärte die Juristin. Erleichtert nahmen die Füssener zur Kenntnis: Nun wird gebaut. Das Geld sei auch noch 2010 verfügbar – „das gilt auf jeden Fall. Somit spielt es in diesem Zusammenhang keine Rolle, dass die frühere Gesundheitspark-Idee zu den Akten gelegt wurde.“ Dr. Susanne Schlichtner dementierte die Verkaufsabsichten, wollte jedoch für die einzelnen Abteilungen des Hauses keine Garantie über zehn Jahre geben. Förderverein-Vorsitzende Gerda Bechteler meinte als Moderatorin: „Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.“ Es war Dr. Peter Schwarz, dem zweiten Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Krankenhauses Füssen, zu danken, dass nicht weiter um den heißen Brei herumgeredet wurde. Er griff zum Mikro und fragte: „Wer nennt hier Ross und Reiter?“ Den Vereinsmitgliedern sei unverständlich, warum das Krankenhaus in dieser abschätzigen Form zum Thema in der Öffentlichkeit werde. Landrat Johann Fleschhut nahm am Info-Abend in Füssen nicht teil. Damit fehlte auch der Ansprechpartner, der vielleicht etwas mehr Licht ins Dunkel hätte bringen können. So blieb auch die Frage offen, ob ein privater Investor bereits mit seinem Millionen-Angebot vor der Tür stehen würde. Darauf hatten weder Hubert Endhardt als stellvertretender Landrat noch Uschi Lax mit Sitz im Verwaltungsausschuss eine Antwort. Beide haben versichert, dass sie nicht wissen, ob eine „neue Trägerschaft“ angedacht sei. So war auch Endhardt unter den ersten, die nach dem Schlusswort der Vorsitzenden Bechteler ihre Unterschrift unter die vorbereitete Resolution setzten.
Interview mit Landrat Johann Fleschhut:
|
| Zuletzt aktualisiert am Freitag, 30. Oktober 2009 um 08:30 Uhr |




Rund um das Krankenhaus brodelt die Gerüchteküche. Bekommt das vom Sorgenkind zum Vorbild für die vier anderen Kliniken im Ostallgäuer Verbund aufgestiegene Haus möglicherweise einen neuen Träger? Steht sogar eine „feindliche Übernahme“ bevor? Schmiedet der so nah angesiedelte Konkurrent in Pfronten einen Privatisierungsplan, der Füssen überhaupt nicht gefallen könnte?