Was ist Bestattungsvorsorge?

Viele Menschen kümmern sich vor ihrem Tod nicht darum, was mit Ihren sterblichen Überresten nach dem Tod geschehen soll. Angehörigen fällt es daher oft schwer, eine Beerdigung zu organisieren, da sie keine oder nur vage Kenntnisse über die Vorstellungen und Wünsche des Verstorbenen haben. Angesichts des Zeitdruckes und der seelischen Belastung durch den Verlust und die anstehenden Kosten können die Wünsche des Verstorbenen oft nicht angemessen berücksichtigt werden.

Für viele Menschen ist der Tod ein schwieriges Thema. Deshalb wird in vielen Familien auch nicht über die eigenen Wünsche hinsichtlich der Bestattung gesprochen. Vielmehr entscheiden sich zahlreiche Menschen dazu, ihre Wünsche schriftlich festzuhalten, damit ihre Angehörigen und Erben diese respektieren und befolgen. Geschieht dies innerhalb des Testaments, ergeben sich aber zum Teil Probleme. Einerseits wird die Bestattung nicht zwingend auch von den Erben organisiert. Andererseits wird das Testament zuweilen erst nach die Beerdigung geöffnet – selbst wenn die Erben den Wünschen des Verstorbenen entsprechen wollen, ist es dafür dann manchmal schon zu spät.

Mit einer Bestattungsvorsorge können Verbraucher schon zu Lebzeiten ihre Wünsche bezüglich der eigenen Beerdigung festhalten und auch für die anfallenden Kosten Vorsorge treffen. Viele Bestattungsunternehmen bieten mittlerweile Vorsorgeverträge an. Der Verbraucher legt zusammen mit dem jeweiligen Bestatter genau fest, wie die Beerdigung später aussehen soll – so etwa welcher Sarg gewünscht wird, wie sich der Ablauf der Trauerfeier gestalten soll, wo der Ort der Beisetzung sein soll etc. Die Kosten dafür werden noch zu Lebzeiten gezahlt – das entlastet einerseits die Angehörigen finanziell und garantiert andererseits, dass den eigenen Wünschen Folge geleistet werden kann.

Eine Bestattungsvorsorge zu verfassen bietet einige Vorteile:
• Der eigene Willen wird eindeutig und bindend festgehalten
• Die Angehörigen werden im Todesfall entlastet
• Streit über möglichen Willen des Verstorbenen wird vorgebeugt

Eine Bestattungsverfügung sollte am besten handschriftlich verfasst werden, um keinen Zweifel an der Echtheit des Dokuments aufkommen zu lassen. Alternativ dazu kann eine Verfügung in gedruckter Form für die Vorsorge verwendet werden, wenn die Verfügung von einem Notar oder vom Hausarzt bestätigt wird. Die Bestätigung dokumentiert, dass der in der Verfügung festgehaltene Wille frei und ohne Zwang geäußert wurde. Am Ende der Verfügung steht die persönliche Unterschrift des Verfügenden.

Text: Julia Siemons

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