vielsaitig 2017: „Staunen“

300 Jahre Barockkloster St. Mang: Dieses denkwürdige Jubiläum bildet den Rahmen für das Festival vielsaitig, das vom 30.08. – 09.09.2017 allerlei zum »Staunen« bietet. Zeitgenössische und alte Musik gehen ein bemerkenswertes Wechselspiel mit den repräsentativen Barockräumen ein.

Ein barockes Kostümspektakel begegnet uns am Eröffnungstag in Füssens Altstadt: „Die Stelzer“ weisen als „Zeitreisende“ den Weg zum Barockkloster St. Mang und zum beginnenden Festival vielsaitig.

Das Konzertprogramm des Verdi-Quartetts schlägt am Eröffnungsabend einen Bogen von der Venezianerin Maddalena Sirmen über Benjamin Britten bis zu Robert Schumann.
Bei einem weiteren Konzertabend ergänzt der Pianist Hatem Nadim das Verdi-Quartett um neben dem Streichquartett op. 18 Nr. 1 von Ludwig van Beethoven, das Klaviertrio op. 8 von Dmitrij Schostakowitsch und das dritte Klavierquartett op. 60 von Johannes Brahms bestaunen zu lassen.

Der im Allgäu beheimatete Trompeter, Alphornist und Sousaphonspieler Matthias Schriefl zeigt mit seinem Projekt »Shreefpunk plus Strings unplugged«, wie sich Jazz und Punk mit moderner Klassik verbinden.

Ein ganz erstaunlicher Zeitsprung führt zu einem Musical Banquet der englischen Spätrenaissance, das der gefeierte Countertenor Valer Sabadus gemeinsam mit dem Lautenisten Axel Wolf in Form von exquisiten Liedern und Instrumentalsätzen servieren wird.

Ronith Mues, die vielfach ausgezeichnete Soloharfenistin des Konzerthausorchesters Berlin, widmet sich mit ihrem erstaunlichen Instrument zauberhaften Miniaturen dreier Jahrhunderte von Domenico Scarlatti über Gabriel Fauré bis zu Sergej Prokofjew und Toshio Hokosawa.

Die junge Geigerin Xixi Gabel und ihr noch jüngerer Bruder, der Geiger und Pianist Kai Gabel, werden sich mit Duos von Charles-Auguste de Bériot und Sergej Prokofieff sowie mit Ludwig van Beethovens Frühlingssonate und der zweiten Violinsonate von Erwin Schulhoff vorstellen.

Matthias Kirschnereit, ein mit seinen Werkfolgen immer wieder überraschender Pianist, hat vier Solowerke ausgewählt, die vom ersten bis zum letzten Takt verblüffen.

Der Magier Harry Keaton, der seine Kunst unter anderem schon vor Prinz Charles und der spanischen Königin Sophie gezeigt hat, wird mit mancherlei mysteriösen Manipulationen und Machenschaften dem Motto des Jahres gerecht werden.

Das Festkonzert mit dem Leipziger Calmus Ensemble und der Lautten Compagney Berlin gilt einem weiteren Jubilar des Jahres 2017: Martin Luther. „Mitten im Leben 1517“ haben die beiden erfolgreichen Ensembles für Alte Musik ihr lebensfrohes Abenteuer überschrieben, das im Nu ein halbes Jahrtausend überwindet.

Die Stadt Füssen im Allgäu gilt als »Wiege« des europäischen Lauten- und Geigenbaus und erlangte damit eine einzigartige Bedeutung in der Musikgeschichte. Der „Treffpunkt Geigenbau“ befasst sich am ersten Festivalwochenende sowohl mit dem historischen wie mit dem zeitgenössischen Instrumentenbau. Acht Streich- und Zupfinstrumentenbauer aus der Region sind im Museum der Stadt Füssen anzutreffen, um sich in entspannter Atmosphäre mit Laien und Fachleuten auszutauschen. Sie präsentieren neue Meisterinstrumente, die auch ausprobiert werden können. Darüber hinaus werden drei Vorträge rund um das Thema Saiteninstrumentenbau angeboten. Der Treffpunkt Geigenbau beginnt in diesem Jahr mit einer bemerkenswerten Präsentation: die größte spielbare Geige der Welt mit Bogen wird am Samstag, dem 02.09., im Klosterhof zu sehen und zu hören sein. Die aus Markneukirchen stammende Riesengeige wurde im Jahr 2011 ins Guinnessbuch der Weltrekorde eingetragen.

Führungen, Vorträge und Meisterkurse für Streichinstrumente und Klavier runden das Programm ab.

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