„Repair Café“ soll feste Einrichtung werden

Ein deutliches Zeichen gegen die sogenannte Wegwerfgesellschaft setzen Schülerinnen und Schüler des Füssener Gymnasiums mit ihrem aktuellen Projekt „Repair Café“. Unter dem Motto „Reparieren statt wegwerfen“ wollten die Gymnasiasten im Rahmen eines Seminars im Leitfach Sozialkunde eine Einrichtung erschaffen, die aber auch nach dem Ende des Schuljahres weiterhin erhalten bleibt. Denn schon am Projektabschlusstag, der Mitte Juli stattfand, wurde das Café rege genutzt, der Bedarf ist also vorhanden. Die Grundidee ist nicht neu, bereits vor rund fünfzehn Jahren gab es vereinzelte Veranstaltungen wie unter anderem in Kempten, bei denen Alltagsgegenstände gemeinschaftlich repariert wurden. Die niederländische Umweltjournalistin Martine Postma schrieb das Konzept schließlich nieder und fand zahlreiche Nachahmer, bisher sind weltweit längst über 1000 Repair-Cafés registriert.

„Repariert werden alle möglichen Arten von Elektrogeräten oder kleinere Gegenstände“, erklärt Schüler Maximilian Brandts. „Vom kaputten Föhn oder Bügeleisen bis hin zum Rasierapparat, der Mikrowelle oder dem Wasserkocher, genauso aber auch Fahrräder oder Handys, wird nahezu alles repariert.“ Dafür sorgen ehrenamtliche Handwerker und Helfer. „Insgesamt sind es elf Partner, die wir angesprochen haben und die uns dabei unterstützen, darunter Experten, Mechaniker und Tüftler, die sich mit Handys, Textilien, Elektrogeräten, Holz oder Rädern und anderen Geräten auskennen.“ Zudem bietet das Repair Café den Besucher, die auf die Reparatur ihrer mitgebrachten Geräte warten, Kaffee und selbstgebackenen Kuchen an. „Eine runde Sache“, sagt Maximilian Brandts. „So verbinden wir Umweltschutz mit Zeit- und Geldersparnis, denn die Reparaturen sind kostenlos.“

Ein weiteres Ziel ist es, nach dem erfolgreichen Reparaturtag am Gymnasium auch die einheimische Bevölkerung auf das Repair Café aufmerksam zu machen. Zwar haben die Elftklässler das Projekt mit dem Ende des Schuljahres nun offiziell abgeschlossen, allerdings wünschen sich die Seminarteilnehmer jetzt, dass es mit dem Repair Café auch danach weitergehen wird, schließlich spielt der Umweltschutz auch weiterhin eine große Rolle.

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2 Kommentare

  1. Wer sind die Ansprechpartner für das Projekt?

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